spuren des lebens

Lebensweisheit

Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen


Friedrich Schiller.

Mai 2024
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Persönliches

Ich bin am 19. April 1955 in Graz geboren, als Sohn und zweites Kind von Valentin und Maria Spirk. Meine Kindheit verbrachte ich so ziemlich an der Stelle, an der ich auch heute wohne. Nachdem mein Vater, von Beruf Maurer, aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrte, musste er seine Maurerlehre erst beenden, denn der Krieg hat ihn aus seiner Ausbildung herausgerissen.

Das erste Haus wurde gebaut. Ich kann mich noch schemenhaft an diese Zeit erinnern. Auch an unseren Deutschen Schäfer – Lux, der mir das Leben gerettet hat. Wie es halt so war, in jener Nachkriegszeit. Geld war keines vorhanden (oder nur minimalst) und alles was man auf dem eigenen Grund und Boden angebaut hatte, konnte man verkaufen, bzw. brauchte man nicht zu kaufen.

Meine Mutter war hinter unserem Haus auf dem Acker, mein Vater auf der Arbeit und ich (1 1/2 Jahre) war mit Lux im Haus. Ich hatte von meiner Mutter eine geschälte Apfelspalte bekommen, an der ich mich verschluckt hatte. Wir sprachen oft davon. Lux hat damals die Türe beinahe durchgekratzt und so erbärmlich gejault, dass meine Mutter es auf dem Acker gehört hat. Grad nochmal gut gegangen.

Als ich dann 6 Jahre alt war sind wir von diesem Haus weggezogen, weil meine Eltern den Posten des Schulwartes bekommen hatten und damit eine Dienstwohnung in der Schule. Die war neu und schön, aber für mich war es einerseits praktisch, andererseits nachteilig.
20081024_2080031407_sinabelk-schulePraktisch war, dass ich in der Früh länger schlafen konnte und keinen langen Schulweg hatte, nachteilig war, daß ich nie sagen konnte, ich habe meine Hausaufgabe oder sonst etwas vergessen. Zumindest konnte ich in den (geschätzt) 60 m langen Gängen am Nachmittag Rollschuh laufen.

Nach der Volks- und Hauptschule besuchte ich die HTBL in Pinkafeld. Das war nicht so mein Ding, die Schule ja, aber nicht das Internat. Nach 3 Jahren war dann Schluss. Ich habe es oft bereut. Stattdessen erlernte ich den Beruf des Elektromechanikers. Heute würde es vermutlich „Haushaltsgerätetechniker“ oder so ähnlich heißen. Nach Jobs in diversen Firmen,  es waren 2 (Kurt Hefel und Otto Anders) wurde ich in die Berufsfeuerwehr aufgenommen, bei der ich bis zu meiner Penisionierung, die Butter aufs Brot verdiente.

In dieser Zeit, die so erbärmlich schnell verflogen ist, habe ich auch unter anderem eine Computerabteilung mitaufgebaut und ca. 20 Jahre geleitet. Von den ersten Anfängen der Computerei mit Schulungen, programmieren, reparieren und allem was so dazugehört. Dieses Wissen konnte ich später gut gebrauchen, denn mit 1. April 2000 habe ich eine kleine Firma in dieser Branche gegründet, in der ich heute noch tätig bin.

1976 habe ich meine Frau kennengelernt. Ich war im Einsatz beim großen Erdbeben in Friaul mit meinem Vater und Werner Prettenhofer. Der Einsatz dauerte fast 14 Tage. So viel Leid, Leichen, zerstörte Häuser habe ich nachher nur noch im Fernsehen gesehen. Jedenfalls warteten meine Kumpels schon auf meine Rückkehr. Das mußte gefeiert werden, bei heißer Disco-Musik. Und da habe ich meine Frau Helga kennengelernt.
1977 übersiedelten wir nach Graz. Erstens waren unsere Arbeitsplätze in Graz und zweitens musste man damals seinen Wohnsitz in Graz haben, wenn man bei der Feuerwehr der Stadt Graz aufgenommen werden wollte.
Meine Tochter Daniela wurde 1981 und meine Tochter Michaela wurde 1985 geboren. Zuerst wohnten wir in Eggenberg, dann am Lendplatz und zum Schluß in der Feldgasse, das ist zwischen Kärntnerstraße und Triesterstraße Höhe Karlau.
Als meine Kinder dann in der Triesterschule eingeschult werden sollten, haben wir uns entschlossen wieder nach Sinabelkirchen zu ziehen.
Werkzeug und Material gekauft, Dachboden ausgebaut und eingezogen. Seidem wohne ich hier, abseits von der Hektik und Anonymität der Stadt in herrlicher Luft und Ruhe.